Psychotherapie

Die Personzentrierte Psychotherapie

Die Personzentrierte Psychotherapie – auch Gesprächspsychotherapie genannt – ist eine staatlich anerkannte Form der Psychotherapie und wurde von Carl Rogers entwickelt. Sie basiert auf der Annahme, dass jeder Mensch über ein innewohnendes Potenzial zur persönlichen Entwicklung, Selbstentfaltung und zur Bewältigung von Krisen und belastenden Erfahrungen verfügt. Dieses Entwicklungspotenzial bezeichnete Carl Rogers als Aktualisierungstendenz. Im Mittelpunkt der Personzentrierten Psychotherapie steht die authentische Begegnung von Mensch zu Mensch. Durch eine empathische, wertschätzende und offene therapeutische Beziehung kann ein geschützter Raum entstehen, in dem persönliche Erfahrungen verstanden, Gefühle bewusst wahrgenommen und eigene Ressourcen gestärkt werden können. Die therapeutische Haltung von Empathie, unbedingter Wertschätzung und Kongruenz bildet die Grundlage meiner Arbeit. Eine vertrauensvolle und authentische Beziehung ist dabei ein wesentlicher Bestandteil des therapeutischen Prozesses. Ich gehe davon aus, dass jeder Mensch individuelle Ressourcen und kreative Möglichkeiten in sich trägt, um mit Problemen, Krisen und belastenden Erfahrungen umzugehen und persönliches Wachstum zu entwickeln. Im therapeutischen Dialog möchte ich einen Raum schaffen, in dem Vertrauen entstehen kann – Vertrauen in die eigene Wahrnehmung, in die eigenen Gefühle und in den eigenen Wert. Dadurch kann ein bewussterer und wertschätzender Umgang mit sich selbst und anderen entstehen sowie die Fähigkeit gestärkt werden, das eigene Leben zunehmend nach den persönlichen Werten und Bedürfnissen zu gestalten.

Wobei Psychotherapie unterstützen kann

Die Gründe für eine therapeutische Behandlung können vielfältig und von Mensch zu Mensch verschieden sein. Denn nicht nur psychische Erkrankungen können für den Beginn einer Psychotherapie sprechen, sondern auch der Wunsch nach Weiterentwicklung oder verbesserter Lebensqualität. Psychotherapie bietet ebenfalls Unterstützung bei schwierigen oder weitreichenden Entscheidungen. Psychotherapie kann notwendig sein, wenn Probleme und seelische Leidenszustände nicht mehr alleine oder mit Familie und Freunden bewältigt werden können.

Mögliche Themen in der Psychotherapie

Schwangerschaft, Geburt, Mamasein
  • Die Zeit rund um Schwangerschaft, Geburt und das Ankommen im Muttersein ist von großen Veränderungen geprägt und kann neben Freude auch Unsicherheit, Überforderung, Erschöpfung oder emotionale Belastung mit sich bringen.
  • Auch belastende Geburtserfahrungen, Schwierigkeiten im Ankommen in der Mutterrolle oder das Gefühl, keine unmittelbare Verbindung zum Baby zu spüren, können als sehr herausfordernd erlebt werden.
  • Psychotherapie kann in dieser Zeit begleiten, wenn emotionale Belastungen wie Ängste, Erschöpfung, innere Leere, Schuldgefühle oder starke Unsicherheit den Alltag prägen.
  • Im therapeutischen Prozess steht für mich nicht das Bewerten, sondern das ehrliche Verstehen Ihrer persönlichen Erfahrungen und Gefühle im Mittelpunkt. Ich möchte einen geschützten und wertschätzenden Raum schaffen, in dem Sie mit Ihren Erfahrungen und Gefühlen angenommen werden dürfen. Gemeinsam kann daran gearbeitet werden, Belastendes behutsam zu verarbeiten, innere Stabilität zu entwickeln und wieder mehr Vertrauen in die eigene Wahrnehmung und in sich selbst zu finden.
Mental Load
  • Mental Load beschreibt die dauerhafte mentale und emotionale Verantwortung im Alltag – das ständige Mitdenken, Organisieren, Planen und Verantwortungtragen. Besonders im Familienalltag kann das Gefühl entstehen, niemals wirklich abschalten zu können und dauerhaft für alles zuständig zu sein.
  • Die anhaltende Belastung kann zu Erschöpfung, innerer Anspannung, Gereiztheit, Überforderung oder dem Gefühl führen, sich selbst aus dem Blick zu verlieren.
  • Im Rahmen der Personzentrierten Psychotherapie biete ich einen wertschätzenden Raum, in dem Belastungen offen angesprochen und persönliche Bedürfnisse wieder bewusster wahrgenommen werden können. Gemeinsam kann daran gearbeitet werden, eigene Grenzen besser zu spüren, innere Ansprüche zu verstehen und einen achtsameren Umgang mit sich selbst zu entwickeln.
Belastende Lebenssituationen, Lebens- oder Identitätskrisen
  • Belastende Lebenssituationen, persönliche Krisen oder Phasen der Neuorientierung können Gefühle von Unsicherheit, Überforderung oder innerer Orientierungslosigkeit auslösen. Veränderungen, Verluste, Konflikte oder das Gefühl, sich selbst nicht mehr richtig zu spüren, können das innere Gleichgewicht stark beeinflussen.
  • Im therapeutischen Prozess ist es mir wichtig, einen empathischen und wertschätzenden Raum zu schaffen, in dem persönliche Erfahrungen, Gefühle und innere Konflikte offen wahrgenommen werden dürfen. Gemeinsam können neue Perspektiven entwickelt, eigene Bedürfnisse besser verstanden und wieder mehr innere Stabilität sowie Verbindung zu sich selbst gefunden werden.
Belastung, Stress & Burnout
  • Anhaltende Belastung, hoher innerer Druck und das Gefühl, dauerhaft funktionieren zu müssen, können zu emotionaler und körperlicher Erschöpfung führen. Häufig zeigen sich dabei innere Unruhe, Müdigkeit, Gereiztheit, Antriebslosigkeit oder das Gefühl, keine Kraftreserven mehr zu haben.
Schlafstörungen
  • Schlafstörungen können sich auf unterschiedliche Weise zeigen – etwa durch Einschlaf- oder Durchschlafprobleme, frühes Erwachen oder das Gefühl, trotz Schlaf nicht ausreichend erholt zu sein. Häufig stehen Schlafprobleme in Zusammenhang mit Stress, innerer Anspannung, belastenden Gedanken oder emotionalen Belastungen.
Trauma & belastende Erfahrungen
  • Belastende oder traumatische Erfahrungen können das emotionale Erleben, das Sicherheitsgefühl und den Alltag nachhaltig beeinflussen. Häufig zeigen sich dabei innere Anspannung, Ängste, Überforderung, Schlafprobleme, starke emotionale Reaktionen oder das Gefühl, mit dem Erlebten nicht zur Ruhe zu kommen.
  • Im therapeutischen Prozess ist es mir wichtig, einen sicheren, empathischen und wertschätzenden Raum zu schaffen, in dem belastende Erfahrungen behutsam wahrgenommen werden dürfen. Dabei geht es nicht darum, belastende Erlebnisse bis ins kleinste Detail aufzuarbeiten, sondern vielmehr darum, gemeinsam hilfreiche Bewältigungsstrategien zu entwickeln und einen sicheren Umgang mit den Folgen des Erlebten zu finden.
  • Tempo, Nähe und Tiefe des Prozesses orientieren sich dabei stets an Ihren persönlichen Bedürfnissen und Ihrem individuellen Sicherheitsgefühl.
Angstzustände und Panikattacken
  • Ängste können sich auf sehr unterschiedliche Weise zeigen und den Alltag sowie das persönliche Wohlbefinden stark beeinflussen. Manche Ängste beziehen sich auf bestimmte Situationen, Orte, Tiere oder andere konkrete Auslöser, andere zeigen sich eher als anhaltende Sorgen und innere Anspannung ohne klaren Anlass.
  • Panikattacken werden häufig als sehr belastend erlebt und können mit intensiven Gefühlen von Angst, Hilflosigkeit oder Kontrollverlust sowie starken körperlichen Reaktionen einhergehen.
Depression & Bipolare Störungen
  • Depressionen und bipolare Störungen beeinflussen das emotionale Erleben, Denken und den Alltag oft stark. Während sich Depressionen häufig durch Niedergeschlagenheit, Erschöpfung, Antriebslosigkeit oder innere Leere zeigen, können bipolare Störungen mit starken Stimmungsschwankungen zwischen depressiven und sehr gehobenen oder impulsiven Phasen verbunden sein.
Psychosomatische Beschwerden
  • Wenn körperliche Symptome medizinisch abgeklärt wurden und keine ausreichende körperliche Ursache gefunden werden kann, kann es sinnvoll sein, auch seelische Belastungen und emotionale Zusammenhänge näher zu betrachten.
Persönlichkeitsstörungen
  • Persönlichkeitsstörungen können sich auf unterschiedliche Weise im Erleben, Denken und in zwischenmenschlichen Beziehungen zeigen. Häufig bestehen belastende Beziehungsmuster, starke emotionale Spannungen, Schwierigkeiten im Umgang mit Nähe und Distanz, Unsicherheiten im Selbstbild oder intensive Gefühle, die schwer regulierbar erscheinen. Betroffene erleben oft wiederkehrende Konflikte, emotionale Überforderung oder das Gefühl, immer wieder an ähnliche Grenzen zu geraten.
  • Auch ein starkes Bedürfnis nach Anerkennung, Angst vor Zurückweisung, impulsive Reaktionen oder Schwierigkeiten, sich selbst und andere stabil wahrzunehmen, können mit erheblichem innerem Leidensdruck verbunden sein und den Alltag sowie Beziehungen belasten.
Zwangsstörungen
  • Zwangsstörungen können sich durch wiederkehrende belastende Gedanken, starke innere Anspannung oder das Gefühl zeigen, bestimmte Handlungen immer wieder ausführen zu müssen. Häufig dienen diese Gedanken oder Handlungen dazu, Angst, Unsicherheit oder innere Spannung kurzfristig zu reduzieren, werden jedoch mit der Zeit selbst zu einer großen Belastung im Alltag.
  • Viele Betroffene erleben dabei einen hohen inneren Druck, Schamgefühle oder das Gefühl, die eigenen Gedanken und Handlungen nur schwer kontrollieren zu können.